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Interview mit Hans-Joachim Derra, Abteilungsleiter Ehrenamt (EA)
Ein Hauptamtlicher fürs Ehrenamt

Jugend-Journal: Herr Derra, Sie sind länger als Hauptamtlicher in der Bundesanstalt als die THW-Jugend alt ist. Wann wurden Sie denn auf die THW-Jugend aufmerksam?

Derra: Es mag sein, dass die Arbeit im THW "adelt" - und dann Gesichter so profiliert werden, dass ein Methusalem-Verdacht durchaus berechtigt erscheint. Aber die Vermutung stimmt in zweierlei Hinsicht nicht. Die THW-Jugend ist als Idee genauso alt wie die Bundesanstalt, nämlich 54 Jahre. Und sie stimmt auch für die THW-Jugend e. V. in Bezug auf meine persönliche THW-Geschichte nicht. Ich erinnere mich nämlich noch gut, dass ich in Brühl beim 15-jährigen Geburtstag der THW-Jugend Glückwünsche überbracht habe und ich werde im Sommer 2004 mein 16. Dienstjahr im THW vollenden. Also kann ich für die Jugend nur der "Gesichtsälteste" sein.

Als ich 1988 nach zehn Jahren Tätigkeit als Lehrer in Ahrweiler in das damalige Grundsatzreferat THW 1 im Bundesamt für Zivilschutz wechselte, gehörte die THW-Jugend von Anfang an zu meinem Aufgabenbereich. Nach dem berühmten Märchen vom Hasen und Igel: "Ick bün al hier!" saß sie sofort in meinem Schoß und bald darauf auch in meinem Kopf. Sie hat mich nicht nur begleitet, sondern auch so intensiv geprägt, dass der letzte Leitsatz im THW-Leitbild über die Zukunft so formuliert worden ist, wie er heute von allen getragen wird.

Es wird immer wieder gefragt, warum die Jugend in diesen "blauen 10 Geboten des THW" zum Schluss steht, wenn sie doch angeblich so wichtig sein soll. Aber das ist "zu kurz gedacht": Der letzte Leitsatz des Leitbildes schließt nämlich die Vergangenheit ab und dann beginnt die Zukunft. Also ist "Zukunft Jugend" eigentlich der erste Leitsatz des neuen THW.

JJ: In den kommenden Wochen treffen sich die Häuptlinge der THW-Jugend zu ihrer ersten Klausurtagung. Was würden Sie denen gerne ins Stammbuch schreiben?

Derra: Dieser "Häuptling-Thing" verfolgt ja mehrere Ziele. An der Zukunftswerkstatt sind meines Wissens neben Frau Bonnen auch die Grundsatzreferentin aus dem Referat EA 1 beteiligt. Auf diese Weise personell gut vertreten, würde ich den Häuptlingen der Jugend nur ungern etwas ins Stammbuch schreiben wollen, sondern eher uns selbst:

1. Was ich brauche, sind weitere "Rezepte" aus der Jugendperspektive, wenn sich das Thema Wehrpflicht noch weiter verändern sollte.

2. Wir wissen alle, dass Deutschland auf dem Weg in eine Altersgesellschaft ist. Das zwingt zur Kooperation der Generationen. Die Frage ist, was das THW Weg bereitend leisten kann und wie eine dann hoffentlich funktionierende Gesellschaft von denen gestaltet wird, die heute in den Startlöchern stehen.

3. Ich glaube auch, das Thema Jugend in den neuen Bundesländern muss noch intensiver bearbeitet werden.

Kurzfristig liegt mir natürlich die gemeinsame Präsentation mit den Abgeordneten am 15. Juni besonders am Herzen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich auf dieser Veranstaltung keiner Gedanken mehr machen muss, höchstens, wie sie fortgeschrieben werden kann.

J-J: Viele Junghelfer haben noch gar nicht mitbekommen, dass es nun eine Abteilung "Ehrenamt" gibt. Was hat man sich darunter vorzustellen und wie denken Sie, dass Sie dies der breiten Basis vermitteln können?

Derra: Ich habe als Abteilungsleiter im ersten Halbjahr versucht, tüchtig "Klinken zu putzen". Nicht zuletzt deshalb habe ich mich sogar getraut, auf einem Bundesjugendausschuss zu erscheinen und zumindest im Referat Helferangelegenheiten ist der Aufmerksamkeitseffekt eingetreten. Wir sind gerade dabei, wegen der erfreulichen Vielzahl von Anfragen schon so etwas wie ein Call-Center einzurichten. Die Gelegenheit dieses Interviews nutze ich schamlos aus, um Propaganda in eigener Sache zu machen.

Neben der gewählten Sprecherorganisation kann die ganze Abteilung als eine besondere Form der Interessenvertretung und Mitwirkung gekennzeichnet werden. Ich gebrauche immer gern das Bild des Patentanwaltes, was bedeutet: Gute Ideen gehören geschützt auf den Markt gebracht. Wichtig ist auch zu sehen, dass ehrenamtliche Betätigung eine ähnliche Selbstverständlichkeit bekommen muss, wie in der amerikanischen Gesellschaft. Ohne ehrenamtliches Engagement darf sich dort niemand mehr sehen lassen. Im Ausbildungsbereich fragen wir schließlich nach dem Mehrfachnutzen der THW-Ausbildung. Im Fernlehrgang "Ausbilder im THW" werden gerade vier weitere Module erstellt, um eine Prüfung nach der staatlich anerkannten Ausbilder-Eignungsverordnung ablegen zu können, die auch Voraussetzung für die Lehrlingsausbildung ist. In der Öffentlichkeitsarbeit, bei welcher die Jugend derzeit noch betreut wird, gilt es, Botschaften zu entwickeln, die insbesondere in den Wertediskussionen der heutigen Gesellschaft Magnetwirkung erzeugen, die in Europa beeindrucken und die zudem im Ausland das Bild vom friedfertigen Deutschen nicht nur prägen, sondern erfolgreich durchsetzen helfen.

J-J: Welche Projekte genießen in Ihrem Referat in nächster Zeit die höchste Priorität und welche haben einen besonderen Bezug zur Jugendarbeit?

Derra: "Höchste Priorität" und "Jugendbezug" sind siamesische Zwillinge, weil sie die Zukunftsorientierung verbindet. Ergänzend dazu nenne ich

- die politische Initiative zum Ehrenamt, die über eine prominente Leitfigur Bereitschaft und Notwendigkeit ehrenamtlicher Tätigkeit fördert, so dass dieses Merkmal zur "natürlichen" Lebens- und Berufsvoraussetzung in der Gesellschaft wird. "Es muss ein Ruck gehen durch das deutsche Volk", um einen ehemaligen Bundespräsidenten zu zitieren

- das Arbeitgeberprojekt aus Nordrhein-Westfalen, das eine wesentliche Zielgruppe für uns gewinnen hilft

- das Mentorinnen-Projekt des Mainzer Ortsbeauftragten, mit dem Ziel, Übertritte von Mädchen aus Jugendgruppen zu erleichtern und deren Verweildauer im aktiven Helferverhältnis zu verlängern.

J-J: Überall wo man heute im THW hinschaut, gibt es Projektgruppen, Projektteams und Arbeitskreise. Die Ehrenamtlichen haben hier schon lang den Überblick verloren - haben Sie den noch? Warum ist es nicht möglich, diese Projektgruppenstruktur allgemein bekannt zu machen?

Derra: Da der Präsident mich täglich nach meinem Überblick fragt, lohnt es sich, ihn zu behalten. Aber es ist nicht nur "bezahltes Interesse". Weil das THW ein Netzwerk ist und die THW-Jugend ein besonders aktives, muss im Hauptamt Netzwerkdenken als unverzichtbares Profilmerkmal vorhanden sein. Unabhängig davon dürfte das mit dem Überblick verlieren nicht passieren, da wir eine spezielle Projektorganisation verwenden, um gerade diesen Überblicksverlust zu verhindern. Durch etliche Koordinationsveranstaltungen mit dem ständigen Tagesordnungspunkt "Projektfortschritt" sollte das alles in "trockenen Tüchern" sein. Jeder Projektleiter muss natürlich möglichst rasch einen "360-Grad-Radar" entwickeln, um zu sehen, wo was stattfindet. Aber die eigentlich entscheidenden Instanzen sind die sogenannten Lenkungsausschüsse. Diese müssen nicht nur die Zügel für eigene Projekte fest in der Hand haben, sondern auch Brücken zu anderen Lenkungsausschüssen bauen. Deshalb gibt es darin etliche Mitglieder, welche diese Scharnierfunktion wahrnehmen. Beispielsweise bin ich in der Z-Abteilung im Lenkungsausschuss für zwei Z-Projekte tätig. Eure Frage nach dem allgemeinen Bekanntheitsgrad dieser Strukturen war in der Tat ein Treffer. Da besteht sicherlich Verbesserungsbedarf, den ich mit der Leiterin der Projektservicestelle besprechen werde. Wir könnten zum Beispiel das Entstehungs- und Fortschreibungsverfahren "öffentlicher" machen. Vielleicht schon im Mai wäre es möglich, alle Interessierten auf mehreren Kanälen aufzufordern, "strategische Schwerpunktprojekte" vorzuschlagen. Es muss also zunächst eine Idee her, wovon das ganze THW (strategisch) profitiert. Um das unter Wichtigkeitskriterien klarzumachen: Ein Bundesjugendwettkampf ist für das ganze THW wichtig und hat auch strategischen Wert für die Helferbindung. Aber das ist insbesondere eine "Event-Arbeit" vor Ort. Deshalb ist hier im Jahr 2004 der Landesverband Baden-Württemberg zentraler Dreh- und Angelpunkt. Zurück zum Verfahren: Bereits jetzt fließen eingereichte Vorschläge fließen in einer Sondersitzung zusammen, werden mit der ehrenamtlichen Vertretung gewichtet und in strategische und Landesprojekte eingeteilt. Danach übernimmt die Projektservicestelle die Hege und Pflege. Mit der Leiterin der Projektservicestelle könnte ich absprechen, im Internet darauf besonders aufmerksam zu machen. Bereits heute finden Sie, allerdings noch etwas versteckt, unter www.thw.de -> Trends und Entwicklungen: Schwerpunktprojekte 2004 stehen fest Informationen über den Sachstand der Projekte.

J-J: Da wir gerade beim Thema Projektgruppen sind: Immer wieder kommt im ehrenamtlichen Bereich die Frage auf, wie man als "einfacher Helfer" Mitglied in einer dieser Gruppen werden kann, sofern man die nötigen Kenntnisse und Qualifikationen mitbringt?

Derra: Zunächst mal eine "Watschen" [Ohrfeige; Anm. d. Red.] für den falschen Klassengeist am Anfang. Es gibt keine "einfachen Helfer", denn im Grundgesetz steht: "Die Würde jedes Helfers ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Fürsorge". Es existieren derzeit zwar noch andere Helfereinteilungen wie Jung-, Reserve-, aktive und Alt-Helfer. Aber dieses gefällt uns überhaupt nicht, weil da auch ein gewisses Maß an Abstufung drin ist, das nur allzu leicht mit Wertigkeitsdenken verbunden werden kann.

Ich sehe viele Wege, das THW in der Mitwirkung durch eigene Beiträge vorwärts zu bringen:

1. Ich weiß, die Jugend hat eigene Projekte.

2. Eine absolut sichere Methode ist, sich selber ein dickes Projekt auszudenken und das einzureichen.

3. Man kann seine Bereitschaft und seine Fähigkeiten öffentlich anmelden, zum Beispiel auf Landes- ebenso wie auf Bundesebene bei den Sprechern oder im Referat Helferangelegenheiten.

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht 15.000 Mitglieder der THW-Jugend auf den Plan gerufen, dann müsste man nämlich ein Auswahlverfahren machen. Und Sie haben bestimmt Verständnis dafür, dass der jeweilige Projektleiter sich seine Leute schon selber aussucht.

4. Man kann aber nicht nur in Projekten mitarbeiten. Wir haben in der Leitung zum Beispiel schon mal Leute gesucht, die als Organisations- und Unternehmensberater tätig sind und uns an der Strukturverbesserung THW helfen lassen. Die Chefcontrollerin hat sich auf diesem Wege einen ehrenamtlichen Controller-Beirat zugelegt und auch im Bereich Projektmanagement sucht die Projektservicestelle ehrenamtliches Know-how. Die Abteilung Ehrenamt probiert zudem eine neue Variante aus. Sie hat sich aus den in nahe Bonn gelegenen OVs ehrenamtliche Helfer "geliehen" und beschäftigt diese außerhalb der Dienstzeit. Das hilft uns hoffentlich, mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben.

Wie Ihr seht, ist es für jeden "einfachen Helfer" letztlich problemlos möglich, sein spezielles Know-How einzubringen.

In der Frage schlummert ein bisschen die Gefahr eines vorschnellen Urteils: Wer nicht ehrenamtlich tätig wird, hat keinen Kontakt, sprich: arbeitet abgehoben. Eine völlig falsche Betrachtung unserer hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, von denen ja die Wenigsten als eingeschriebene Ehrenamtler tätig sind. Ich behaupte: Alle Hauptamtlichen sind ehrenamtlich tätig. Das ist Sinngebung unseres Berufes. In Bezug auf mich gilt Folgendes: Der Abteilungsleiter Ehrenamt sollt sich nicht einseitig geben. Ich bin ehrenamtliches Mitglied in 664 Ortsverbänden und 810 Jugendgruppen . Und für den persönlichen Bereich gilt, das THW ist nun mal busy in der Zeit nach Feierabend und am Wochenende und bei diesem THW bin ich angestellt. Das weiss meine Familie und akzeptiert es. Meine zahllosen 50-Jahr-Feiern im letzten Jahr sind nicht unter der Woche veranstaltet worden. Meine Frau fürchtet eigentlich nur den Sommer, weil dann der Rasen so schnell wächst und die väterliche Aufgabe, diesen zu "erziehen", durch das THW ins Hintertreffen gerät.

J-J: Herr Derra, Sie sind Leiter der Abteilung Ehrenamt, aber ehrenamtlich tätig sind Sie in keinem Ortsverband des THW. Warum nicht? Haben Sie eine "sinnvollere" Freizeitbeschäftigung?

Derra: Jetzt arbeitet Ihr aber mit schlimmen Unterstellungen! Dafür gibt es im folgenden natürlich "Schläge" von mir: In der Frage schlummert die Gefahr eines vorschnellen Urteils: Wer nicht ehrenamtlich tätig wird, habe keinen Kontakt, sprich, er arbeite abgehoben. Eine völlig falsche Betrachtung unserer hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen, von denen ja die Wenigsten als eingeschriebene Ehrenamtler tätig sind. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und behaupte: Alle Hauptamtlichen sind ehrenamtlich tätig. Das ist die Sinngebung unseres Berufes. In Bezug auf mich gilt folgendes: Der Abteilungsleiter Ehrenamt sollte sich nicht einseitig geben. Ich bin ehrenamtliches Mitglied in 664 Ortsverbänden und ebenso vielen Jugendgruppen. Und für den persönlichen Bereich gilt, dass das THW nun mal in der Zeit nach Feierabend und am Wochenende busy ist! Und bei diesem THW bin ich angestellt. Das weiß meine Familie und akzeptiert es. Meine zahllosen 50-Jahr-Feiern im letzten Jahr sind nicht unter der Woche veranstaltet worden. Meine Frau fürchtet eigentlich nur den Sommer, weil dann der Rasen so schnell wächst und die väterliche Aufgabe, diesen zu "erziehen", wegen meiner THW-Tätigkeit erkennbar ins Hintertreffen gerät.

J-J: Wie gedenken Sie den unbedingt nötigen Kontakt zur Basis zu halten, wenn Sie ehrenamtlich nicht tätig sind?

Derra: Ich wiederhole mich. Die Aufgabe der ganzen Abteilung Ehrenamt - und der übrigen natürlich auch - ist es, "ehrenamtlich" tätig zu sein. Die Frage des Kontakthaltens ist eine Lebens- und Existenz(ver)sicherung für uns. Aber seid beruhigt. Über Kontaktarmut kann ich mich nicht beschweren. Ich habe das Glück, in Ahrweiler zu wohnen und die Abendveranstaltungen der THW-Lehrgänge an der AKNZ abzurunden. Wir machen Video-Konferenzen für die Lehrgangsteilnehmer in beiden Schulen. In meiner, wie meine Frau zu sagen pflegt, Profilneurose nehme ich jeden Bundesjugendausschuss mit. Ich moderiere den Bundesausschuss, trete bei KB-/OB-Tagungen auf und habe, wie gesagt, ehrenamtliche Leute in der Abteilung, die täglich verhindern, dass ich kontaktscheu werde.

JJ: Wie möchten Sie die ehrenamtliche Basis zukünftig weiter motivieren, sich in der "modernsten Hilfsorganisation der Welt" zu engagieren? Verwaltungsvereinfachung und Lean-Management scheinen nämlich derzeit eher das Gegenteil in den Ortsverbänden zu bewirken.

Derra: Nach meiner Überzeugung ist es ganz besonders wichtig, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit drei Dinge gelingen: Zufriedenheit, Spaß und Erfolg. Wer aus eigenem Antrieb ehrenamtlich THW betreibt, braucht Ereignisse, die ihn in dieser Selbstmotivation weitertreiben. Er braucht Erlebnisse, die ihn zufrieden machen. Er braucht Erfolge, die ihn stolz werden lassen. Um diesen "Dreizylinder", wenn ich das mal im Bild beschreiben darf, versuche ich die Karosserie zu bauen.

Zum Thema Verwaltungsvereinfachung und Liegenschaftsmanagement entging mir die in der Frage enthaltene Häme nicht. Um das ganz deutlich zu sagen: Wir sind eine Behörde. Die Steuergelder werden in dieser Republik nach bestimmten Regeln ausgegeben und danach haben wir uns zu richten. In der Abteilung Ehrenamt wacht ein "Ombudsmann Bürokratie" [Ombudsmann = Person, welche die Rechte des Bürgers gegenüber Amtspersonen wahrnimmt; die Red.] darüber, dass das Ausrichten auf Behörde von uns nicht in der 15. Potenz betrieben wird. Wenn das Lean-Management (hier verstehe ich die Richtung nicht exakt) sich auf die Frage bezieht, ob Betreuungskapazitäten des Hauptamtes vor Ort zu knapp geschnitten sind, muss man folgende Strategie sehen: Wir versuchen derzeit, modern zu werden, um eine alte Sünde im THW, nämlich das Rad täglich neu zu erfinden, endlich mal gestoppt zu bekommen. Das heißt, alle hauptamtlichen Ebenen, auch die THW-Leitung, sind dabei, Konzepte, Leitfäden, Automatismen zu schaffen, damit bei jeden Einsatz nicht wieder Adam und Eva bemüht werden. Wenn dereinst alles, was vorbereitet- und programmierbar ist, auf dem Tisch liegt, stelle ich mir vor, dass die Qualität der Aufgaben in der Geschäftsstelle sowie beim OB eine andere sein wird und in der Folge auch die Aufgabenteilung.

J-J: Vielen Dank für das ausführliche Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Ideen und Pläne.

Derra: Danke für die Möglichkeit, Anschluss an die Zukunft zu gewinnen.

Karsten Köhler/ Marc Warzawa

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