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Merkblatt für "Jugend-Journal" Manuskripte

Dieses Merkblatt wurde nicht geschaffen, um potentielle Schreiber abzuhalten, vielmehr sollten Frustrationen vermieden und Missverständnisse, die immer auch mit Zeitverlust und Aufwand verbunden sind, minimiert werden. Das Merkblatt versteht sich somit als Ansporn, nicht als Bollwerk.

1. Bitte lesen Sie dieses Merkblatt vor dem Schreiben des Manuskriptes, jedoch spätestens vor dem Abschicken des Manuskriptes, durch. Unterziehen Sie Ihr Manuskript danach gegebenenfalls einer Überarbeitung unter diesen Gesichtspunkten.

2. Die Manuskripte sollten 1 1/2-zeilig geschrieben sein und auf beiden Seiten sollte ausreichend Rand freigelassen werden. Die Seiten bitte unbedingt nummerieren.

3. Das "Jugend-Journal" richtet sich in erster Linie an Junghelfer, also Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren. Die in den Beiträgen verwendete Sprache soll also diese Altersgruppe ansprechen, ohne jedoch auf die von Jugendlichen gerne benützten Kraftausdrücke und Modewörter, wie "brutal, tierisch, super, heiß, ..." zurückzugreifen.

Sollte der Schreiber partout keine sinnverwandten Worte finden, so möge er diesen Begriff in Anführungszeichen ("Gänsefüßchen") setzen.

Beispiel

Die Veranstaltung war bei den Teilnehmern "super" angekommen.

4. Seien Sie bemüht, in der Abfolge der Ereignisse im Manuskript einen "roten Faden" einzuhalten. Gedankensprünge im Text führen meist dazu, dass Leser verwirrt werden und nicht mehr weiterlesen, sondern weiterblättern. Das kann ja auch nicht in Ihrem Interesse liegen!

5. Der Duden ist nicht nur da, um in Bücherregalen gut sichtbar zu verstauben, er sollte auch benutzt werden. Wir erwarten keine Perfektion, aber Worte im Zweifelsfall nachzuschlagen, dürfte doch nicht zu viel verlangt sein, oder? Sollte beim Ortsverband kein Exemplar vorhanden sein, so kann es sicherlich, nach Rücksprache mit dem Ortsbeauftragten, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit beschafft werden.

6. "Jugend-Journal"-Redakteure sind keine Millionäre und können es auch nicht werden. Die Arbeit am "Jugend-Journal" erfolgt von allen nämlich ehrenamtlich.

7. Pressegrundsatz:

Wird ein Briefträger von einem Hund gebissen, ist das alltäglich. Beißt ein Briefträger einen Hund, ist die Schlagzeile perfekt!

Übertragen auf unsere Belange heißt dies, dass sich der Schreiber Gedanken darüber machen muss, ob das Geschehen, über das ein Pressetext verfasst werden soll, auch für Außenstehende so interessant sein kann, dass sie den Artikel durchlesen.

Ein Ausflug der Jugendgruppe ins Freibad oder ein Grillfest der Junghelfer ist doch eine Selbstverständlichkeit und somit keine Meldung wert oder?

8. Zahlen und Maßeinheiten

8.1. Zahlen von eins bis zwölf werden in Worten geschrieben, darüber in (arabischen) Ziffern.

8.2. Römische Ziffern werden wohl nur im Zusammenhang mit Veranstaltungen benötigt.

Beispiel

Das IV. Bundeszeltlager 1992 in Gelsenkirchen.

8.3. Brüche bitte ausschreiben, also nicht 1/3 der Fahrt wurde mit dem Fahrzeug zurückgelegt", sondern "ein Drittel der ...".

8.4. Maßeinheiten grundsätzlich ausschreiben, so etwa Kubikmeter, Tonne, Hektar, Kilometer, Prozent. Abkürzungen der Maßeinheiten in Klammern können jedoch den Bezug herstellen. Bitte keine antiquierten Einheiten wie "Fuß, Elle, Morgen, Klafter, Meile verwenden, ansonsten den gegenwärtigen Wert mit angeben.

8.5. Vorsicht bei Verwendung von Füllwörtern in Verbindung mit Maßangaben, was meist zu einem Widerspruch führt.

Beispiele

Die Fahrt ging über ungefähr 195,2 Kilometer.
Die Wanderung dauerte etwa zwei Stunden und 33 Minuten.

9. "In der Kürze liegt die Würze", sagt der Volksmund. Auf das "Jugend-Journal" übertragen:

Das Manuskript auf das wesentliche beschränken! Ein mehrere DIN-A4-Seiten umfassendes Manuskript wird kaum ungekürzt Verwendung finden, denn schließlich wollen wir das ‚Jugend-Journal" nicht mit Text "zukleistern", sondern abwechslungsreich und für die Leser interessant gestalten.

Unser Tipp

Schicken Sie uns lieber öfter kurze Manuskripte als einen "Mammut"-Bericht.

10. Erscheint Ihnen selbst eine Formulierung reichlich kompliziert, dann suchen Sie doch lieber mit einem anderen Satzteil den Neueinstieg. Das ist besser, als ein Durcheinander zu hinterlassen.

11. Wenn es Ihnen schwerfällt, einen Artikel zu formulieren, so lassen Sie eben der Redaktion ein Schreiben mit den Fakten zukommen. Daraus machen wir dann einen Bericht. Das ist für uns jedenfalls einfacher, als aus einem Manuskript die Fakten herauszusuchen und anschließend wieder zum Bericht zu verarbeiten.

12. Schreiben Sie leserlich!
Obwohl wir schon manche Hieroglyphen entzifferten, ist uns eine maschinengeschriebene Vorlage (Schreibmaschine oder mittels Computer) am liebsten.

13. Bitte keine Endlossätze und keine Schachtelsätze. Die Schrift bietet ausreichend Spielraum. einen Gedanken abzugrenzen.

14. Die Erzählperspektive beibehalten. Nicht in einem Satz "Wir fuhren nach ..." und im nächsten "Die Teilnehmer hatten ..." schreiben.

15. Bedienen Sie sich keiner Ausdrucksweise. die Ihnen selbst "gestelzt" oder "untypisch" vorkommt, denn auf den Leser ist die Wirkung meist ähnlich.

16. Kommen im Text Abkürzungen vor, müssen diese erklärt werden.

Beispiel

Der Personalcomputer (PC) ist heute weit verbreitet.
Bitte keine unsinnigen Abkürzungen.

Beispiel

Unser Jugendbetreuer (JB) hatte inzwischen ...

17. Vorsicht ist geboten, wenn Worte (je nach Zusammenhang) auch eine andere Bedeutung haben können.

Beispiel

Als wir den Friedhof nach 14-tätiger Arbeit verließen, machte er einen fertigen Eindruck, sodass wir diese Zeit als vollen Erfolg werten konnten.

18. Sollten einem Beitrag Fotos beigelegt sein (was uns immer sehr freut), dann ist zu beachten:

18.1. Auf der Rückseite immer die Adresse des Absenders vermerken, den Titel des Manuskriptes, zu dem das Foto gehört und die Bildnummer. Beim Schreiben bitte nicht zu stark aufdrücken.

18.2. Am Manuskriptende stehen die Bildunterschriften:

Bild 1 Ganz im Zeichen ...
Bild 2

18.3. Schwarz-Weiß-Fotos mit scharfen Konturen eignen sich für den Druck am besten. Wenn die eingereichten Vorlagen schon "schwach" sind, kommen sie beim Druck nicht besser heraus. Noch etwas zur Auswahl des Motivs:

  • Die THW-Jugend ist keine Schlafkrankheit. Das sollte sich auch in den Bildern widerspiegeln, sie sollten "Action" enthalten.
  • Gehen Sie an das Motiv nahe heran, denn schließlich wird in der Zeitung später alles auf wenige Quadratzentimeter "zusammengequetscht".
  • Die Wirkung eines Bildes hängt auch von der Bildkomposition ab, d.h. der richtige Ausschnitt ist wichtig. Lassen Sie sich, wenn möglich, heim Fotografieren Zeit oder "schießen" Sie eine Serie, um nachher in Ruhe Ihren "Favoriten" heraussuchen zu können.
  • Lichtverhältnisse beachten. Immer möglichst mit dem Licht fotografieren, Gegenlichtaufnahmen erfordern Erfahrung und meist auch Aufwand.
  • Gruppenfotos der Teilnehmer sind vielleicht in der Lokalpresse gern gesehen, aber Junghelfer X aus München interessiert sich kaum für ein Gruppenfoto der Junghelfer aus Hamburg.

18.4. Eine Rücksendung der Fotos kann nicht garantiert werden. Das gilt vor allem dann, wenn kein Freiumschlag beigefügt wurde. Also: Lieber für ein paar Pfennige einen Abzug machen, dass ist am sichersten.

19. Grundsätzlich können Sie uns die fertigen Manuskripte faxen (mit den Bildern wird es aber schwierig), per Brief schicken oder, was uns am Liebsten ist, per E-Mail. Hierfür ist die E-Mail-Adresse live-dabei@jugend-journal.de vorgesehen.

Schlusswort

Gratuliere! Sie haben sich bis hierher durchgearbeitet und in Ihrem Manuskript keine gravierenden "Schnitzer" gefunden? Nun sind wir sicher, dass Sie mit Ihrer Vorlage den Grundstein zu einem Artikel im "Jugend-Journal" gelegt haben, der bei einer breiten Leserschaft Beachtung finden wird.

Ihre Redaktion des "Jugend-Journals"

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